Firmenhistorie

Über 80 Jahre Unternehmensgeschichte HvM Lacke


Heinrich van Megen


Karl van Megen


Karl van Megen

1924 gründet Heinrich van Megen in Bochum-Langendreer eine Lackfabrik gleichen Namens. Es werden ausschließlich Industrielacke für die eisenschaffende Industrie an Rhein und Ruhr gefertigt, und der Krupp-Konzern zählt zu den ersten Kunden. Trotz der Weltwirschaftskrise entwickelt sich das junge Unternehmen gut und wird bereits 1930 in eine größere Produktionsstätte nach Krefeld-Hüls verlegt.
Der Firmengründer stirbt früh und sein noch junger Sohn Heinrich übernimmt 1932 das Ruder. Die Dachlacke, Firnisse und Schwarzlacke genießen bald einen ausgezeichneten Ruf, z.B. werden alle Wehrmachtsbetten mit Aluminiumbronze der Heinrich van Megen KG lackiert.

Der 2. Weltkrieg hinterläßt tiefe Spuren in der Firmengeschichte:
Heinrich van Megen wird im Krieg vermißt, seine Mutter Laura sorgt mit einer Hand voll treuer Mitarbeiter unter großen Schwierigkeiten für den Fortbestand des Unternehmens.
Nach Kriegsende tritt der zweite Sohn des Gründers, der Chemiker Karl van Megen in die Firma ein. Unter seiner Leitung wird eine neue Generation von Industrieserienlacken entwickelt, die in den 50er und 60er Jahren für ein kontinuierliches Wachstum sorgen. 1964 kommt der erste Wasserlack bei einem führenden Haushaltsgerätehersteller zum Großserieneinsatz.


Die Ölkrise ist nach dem Ende des Wirtschaftswunders in den 70er der Auslöser für erhebliche Strukturveränderungen und eine beginnende Fusionswelle in der Lackindustrie, die bis heute spürbar ist.
In den 80er Jahren führt das gestiegene Umwelt bewußtsein zu hohen Auflagen und beträchtlichen Investitionen. Auch die Heinrich van Megen KG hat in dieser Zeit - wie viele andere Lackfabriken - mit Umweltproblemen und gravierenden Marktveränderungen zu kämpfen.
Generationsübergreifend können letztlich alle Schwierigkeiten gemeistert werden, denn 1984 übergibt der Seniorchef nach fast 40-jähriger Tätigkeit für sein Unternehmen die Firma an seine Söhne Dr. Heinrich und Karl van Megen.

Auch die 90er Jahre verlaufen stürmisch: 1994 brennt der Betrieb bis auf die Grundmauern ab. Trotz der Katastrophe gibt man nicht auf. Während die Produktion vorübergehend in einem Kollegenbetrieb aufrecht erhalten werden kann, beginnt unter Leitung von Karl van Megen, der mittlerweile alleiniger Firmenchef ist, die Errichtung einer neuen Fabrik in der Nachbarstadt Kempen.


Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die Kapazität der neuen Produktionsanlage auszulasten, gelingt es schließlich mit der Entwicklung moderner Autoreparaturlacke, völlig neue Marktsegmente zu erschließen:
die MEGACOLOR Autoreparaturlackserie hat heute bereits 50% des Absatzvolumens erreicht und wird neben den klassischen Industrielacken weltweit exportiert.

Natürlich sind wir seit nun mehr über 80 Jahren als mittelständische Lackfabrik in Familienbesitz ein bißchen stolz, ohne jemals die Basis des Erfolgs aus den Augen zu verlieren:
eine höchst engagierte Belegschaft und eine große Stammkundschaft, für die jeder Mitarbeiter seit jeher bereit ist, sein Bestes zu geben.